Kurzgeschichte

Was ist das Gegenteil von Anonymität?

Identität.

Meine Identität hemmt mich beim Schreiben.

Das war schon immer so.

Ich habe mit einer neuen Kurzgeschichte angefangen – vor Monaten bereits. (Für mein Kurzgeschichten-Buch, das irgendwann in nicht absehbarer Zeit veröffentlich wird.)

Mit dieser Kurzgeschichte komme ich nicht klar.

Mir ist das Schreiben am Anfang sehr leichtgefallen. Ich konnte mich gut in die Person, um die es geht, hineinfühlen. Ich hatte eine grobe Vorstellung von der Story, aber wusste von Anfang an nicht, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Grundsätzlich ist das nicht sonderlich besorgniserregend. Ich fange an zu schreiben und dann kommen die Ideen, die Schauplätze, die Dramatik, die Trauer, das Glück und ein Ende, mit dem ich meistens so nicht gerechnet habe, aber das ich liebe und stimmig finde.  

Bei dieser Kurzgeschichte habe ich nach einer langen Schreibpause einfach aufgehört.

Mittendrin.

Das Ende ist abrupt.

Man könnte meinen, ich wollte diese Geschichte ganz schnell vom Tisch haben.

Fällt mir nichts Besseres ein?

Warum lasse ich die Person in der Kurzgeschichte nicht noch ein wenig philosophieren, ihren Gedanken freien Lauf lassen? Ich könnte einen neuen Schauplatz kreieren und die Umgebung detailgetreu niederschreiben.

Aber ich verliere und verliebe mich nicht in Details.

Ich finde es eher störend, wenn in Büchern jeder Ast beschrieben wird.

Stattdessen lasse ich die Person meiner Kurzgeschichte in dieser einen Küche sitzen mit Blick auf einen wunderschönen Kirschbaum.

Auf Ewigkeit.

Und keiner weiß, was mit ihr passiert.

Vielleicht sollte ich in Zukunft keine Kurzgeschichten über das eigene Leben schreiben.

Ich als Autorin und gleichzeitig Protagonistin kann kein Ende erfinden, das allen gefallen wird.

Am Ende muss ich keinen beeindrucken und niemandem etwas beweisen.

Das Ende meiner Geschichte möchte ich lieben.

Nicht Gleich   

Mein Neffe hat das gut gemacht. Meine Nichte hat ein süßes Kleid.

Mein Neffe ist der Superheld. Meine Nichte ist die entzückende Prinzessin.

Mein Neffe macht Karriere. Meine Nichte macht Mutter-Kind-Kur.

Meinem Neffen wird auf die Schulter geklopft. Meiner Nichte wird auf den Arsch geschlagen.

Meinem Neffen wird zugerufen. Meiner Nichte wird nachgepfiffen.

Mein Neffe wird nach Hobbys gefragt. Meine Nichte nach dem Beziehungsstatus.

Mein Neffe spielt Fußball. Meine Nichte zählt Kalorien.

Mein Neffe geht nachts spazieren. Meine Nichte geht ein Pfefferspray kaufen.

Mein Neffe ist stark. Meine Nichte ist schwach.

Mein Neffe darf nicht weinen. Meine Nichte darf nicht dreckig sein.

Mein Neffe bekommt Autos. Meine Nichte bekommt Barbies.

Mein Neffe hilft bei Reparaturen. Meine Nichte hilft beim Abwasch.

Mein Neffe wird geboren. Meine Nichte wird geboren.

Blindflug

Es ist ein Scheißtag, dieser 21. Dezember 2020. Der Himmel ist dunkelgrau, es regnet und ich bin mit Dario spazieren. Ich höre einen Podcast, bei dem es um „mindfulness“ geht. Meine abgefuckten Gedanken schweifen immer wieder ab. (Anmerkung an Lektorin: Mein Fluchen wird nicht zensiert!!! Es ist mir scheißegal!!!)

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Urlaubsupdate: Teilen

Seit ich denken kann, also wenn wir hier ehrlich bleiben wollen, vor nicht allzu langer Zeit, muss ich alles teilen und alles wird mit mir geteilt.

Ob ich will oder nicht.

Großer Vorteil: Wenn man Essen teilt, wird man nur halb so schnell fett. Das ist in einem Italien-Urlaub unabdingbar. Urlaubsupdate: Teilen weiterlesen

Stress, Stress, Stress!

Die schwerste Entscheidung, die ich diese Woche treffen musste, traf ich am Montag um 23:30 Uhr an der Tankstelle.

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Was bisher geschah

Ekelfaktor

derkleinefuxxa hat heute Morgen seinen Teil vom Ei ausgekotzt. Er bekommt das Gelbe vom Ei und ich das Eiweiß. Das Gelb-Erbrochene war in zwei Haufen auf dem Sofa verteilt: ein Haufen auf der Decke, der andere Haufen in der Sofaritze. Für mich ist das schon lange kein Grund mehr, Panik zu schieben. Was bisher geschah weiterlesen

Genderscheiße

Laut meinem Fitnessstudio bin ich eine Prinzessin und jedes männliche Mitglied ein Held. Warum ICH keine Heldin bin, verstehe ich nicht. Genderscheiße weiterlesen

No baby no cry

Meine Kollegin hat Mitte September Zwillinge bekommen. Sie wird ab April wieder arbeitenim Homeofficewo sonst Franzosen, die Super-Mamas, die alles unter einen Hut bekommen. No baby no cry weiterlesen