Baby, Füße, Natur

Eine Frage, die Fragen aufwirft

Als ich letzte Woche vom tiefsten Osten Deutschlands wieder in Richtung Drogenhochburg und geliebte Heimatstadt Frankfurt fuhr, überkam mich eine große Langeweile.

Als Beifahrer im Auto, war ich es irgendwann leid auf graue Häuser zu starren und mich zu fragen, was der Osten mit meinen Steuergeldern in der Vergangenheit gemacht hat.

Zum sinnvollen Zeitvertreib beschloss ich, meine Liebsten zu Hause zum Nachdenken anzuregen.

Ich stellte folgende Frage:

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

Früher hätte ich während einer langen Autofahrt einfach „ich sehe was, was du nicht siehst und das ist….BLAU“ gespielt und in Kauf genommen, das der Fahrer wohlmöglich einen Unfall herbeiführt, weil er den Blick nicht mehr auf die Straße richtet sondern nach blauen Gegenständen Ausschau hält.

Heute ist alles anders.

Es war ein Sonntag: Nachdenker Sonntag.

Mit dem Ziel, dass die Antworten auf meine Frage mich über den Osten hinwegsehen lassen, war ich gespannt auf die Reaktionen meiner Liebsten.

Ich tippte die Frage auf mein Smartphone und im gleichen Moment wurde mir Kotzübel. Schreiben sowie Lesen im fahrenden Auto geht schon seit Jahren nicht mehr.

Das führte mir mal wieder vor Augen, dass ich alt geworden bin. Und das führte wiederum zu leichten Kopfschmerzen.

Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

„Kein Alkohol trinken.“

 Ich musste über diese Antwort erstmal herzlich lachen, doch dann sah ich schnell ein: Dies ist ein sehr sinnvoller Rat ist.

 Das Gefühl, wenn dein Gesicht den kalten Badezimmer Boden küsst (Wer hat schon eine Fußheizung?)und ein Geruch von säuerlichem erbrochenen in der Luft liegt, weil du versehentlich nicht auf die Klospülung gedrückt hast…

Diese Erfahrung möchte man doch jedem ersparen!

Baby, Mutter, Kleinkind

Jedem Kind wird Akrobatisch vorgeführt, wie man auf öffentlichen Toiletten beim Ausscheiden von Flüssigkeiten nicht den Toilettensitz berührt. Beim Händewaschen werden die kleinen Kinderhände unter fließendes Wasser gezogen und man erklärt pädagogisch korrekt wie wichtig Hyghiene ist UND DANN

Macht der Alkohol alles kaputt.

Im tiefsten Suff packt man mit beiden Händen die Klobrille an, an der vorher schon 45 Menschen kleine „spritzer“ niedergelassen haben.

Auf einen Schlag…. mit der Stirn auf die Klobrille, weil der Kopf so verdammt schwer ist werden alle hygienischen Grundkenntnisse im Gehirn zu nichte gemacht.

Kommen wir wieder zur Frage und anderen wertvollen Antworten.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

 „Genieße dein Leben jeden Tag in vollen Zügen.“

Dieser Rat kam von jemandem, der ein Studium begonnen hat, das er zutiefst hasst und es jetzt trotzdem durchzieht.

Man gibt eben oft Ratschläge, die man selber nicht beherzigt.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

„Bleibe dir selber treu.“

 Wer ist sich selber schon untreu gewesen?

Heißt wohl so viel wie: „Mache immer das, was dich glücklich macht.“

Okay.

Dann mache ich mir heute Vormittag die Nägel und gehe nicht zum Kundentermin- das macht mich gerade glücklich.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

„Sich und das Leben nicht zu ernst nehmen und bewusst leben.“

Es gibt immer wieder Menschen die die Fragestellung nicht korrekt lesen oder bewusst ignorieren.

NUR EINEN RATSCHLAG!!!

Wer lebt eigentlich unbewusst?

Da sind wir ja schon wieder beim Alkohol.

Besoffen tut man sehr vieles unbewusst.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

„Sich jede wichtige Entscheidung im Leben sehr gut überlegen.“

 Diesen Ratschlag beherzige ich fast täglich!

Bei jedem Restaurantbesuch der am Vormittag vereinbart wurde, lege ich bereits ab dem frühen Nachmittag fest, was ich Abends essen werde.

Hierzu wird das Menü des  Restaurant, das man am Abend besuchen wird, im Internet aufgerufen und durchschnittlich vier Mal von vorne bis hinten gelesen.

Wenn ich genug Zeit habe, entscheide ich mich auch schon für das Getränkt welches ich trinken werde, nachdem ich die Getränkekarte zweimal durchgegangen bin.

Ich hasse Restaurants die keine „online“ Karte haben! Das macht meine Entscheidungsfindung enorm schwierig und stellt den ganzen Restaurantbesuch in Frage: Werde ich dort überhaupt was zu essen finden, worauf ich Lust habe?

Sehr wichtige Entscheidungen müssen gut überlegt sein, um glücklich und zufrieden mit Kugelbauch anschließend im Bett zu liegen.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

„Zielstrebig“

Es gibt immer wieder Leute, die einfach irgendwas sagen. Hauptsache was in den Raum geworfen.

Ich beobachte das seit über 10 Jahren in Besprechungen, in meinem Männerdominierten Berufsfeld.

Ob es an den Männern liegt, lass mal dahin gestellt sein.

Mir sind die Kollegen immer noch lieber, die einfach irgendwas sagen ohne Hirn und Verstand, weil sie einfach mal gehört werden möchten, als die Kollegen, die das Nachplappern was der Chef vier Minuten zuvor bereits gesagt hat.

„Wiederholungstäter“ liebevoll von mir genannt, sind unglaublich anstrengend.

Die Einfach irgendwas Sager kann ich bereits gut ignorieren.

Grundsätzlich gilt bei mir in allen Besprechungen in denen ich gezwungenermaßen sitze:

Ich schalte komplett ab, wenn ich der Meinung bin, dass der „Präsentierende“ eine Schlaftablette ist oder die Besprechung nicht Zielführend ist UND das mache ich nur zu meinem eigen Schutz und zum Wohle der Firma, weil mir sonst permanent die Augenlieder zufallen und ich ein erhötes Berufsunfall Risiko hätte, weil ich im Schlaf vom Stuhl fallen würde und mir dabei eine Querschnitslehmung zuziehen könnte.

Beim „abschalten“ denke ich dann über folgende Dinge nach:

Abendessen

Was muss ich noch einkaufen?

Habe ich noch Klopapier zu Hause?

Wann muss der Hund eine Wurmkur bekommen?

Warum sind Tierarztrechnungen so verdammt hoch?

„Zielstrebig“ versuche ich nach Feierabend meine Gedanken zu ordnen und die ToDos abzuarbeiten.

Ja- „Zielstrebig“ zu sein, hat enorme Vorteile bei dem erdledigen von wichtigen Aufgaben.

Man kann „Zielstrebig“ in den Supermarkt gehen und das nötige Klopapierkaufen.

Man kann aber auch in den Supermarkt gehen, 8 Minuten Zeitschriften durchblättern (warum zur Hölle hat man Zeitschriften im Supermarkt? Die mega Schlagzeilen lenken mich total ab), 6 Minuten vor dem Süßigkeiten Regal stehen und dann doch beschließen ab heute Zuckerfrei zu leben, 7 Minuten im Kühlregal ein Eis-Sorbet ohne Zucker suchen und dann feststellen, dass es das nicht gibt und es auch kein Mensch kaufen würde, weil es nicht süß genug ist.

Und schon hat man 28 Minuten seines Lebens mit Dingen verbracht die unnötig waren.

28? Kann ich nicht rechnen?

Nein kann ich nicht- das hatte ich ja schon erwähnt.

Aber wir stellen ja nach 4 Minuten fest, dass wir das Klopapier vergessen haben zu kaufen und brauchen dann nochmal 3 Minuten um in den Supermarkt zu sprinten bevor er zu macht um das wirklich wichtige zu besorgen…Klopapier

Übrigens kommen viele Nationen der Welt ohne Klopapier klar.

Warum können wir uns nicht mit Wasser und einer Hand den Hintern abwischen?

Schließlich sind wir ja auch in der Lage, uns an U-Bahn Griffen festzuhalten und danach die nicht gewaschen Finger abzulecken, als uns ausversehen etwas Eiscreme runtergetropft ist. Kurz nach der blöden Sorbet Sucherrei, hat man Zuckerfrei mal wieder vertagt und sich stattdessen ein süßes cremiges Eis gegönnt.

Wenn Du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

KEINEN!

Das Kind versteht sowieso nix und will nur essen und schlafen!

Hau rein und schlaf Dich aus!

Liebe Grüße,

Melli

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